

VorträgeUmgang mit Macht
Der Dramatiker William Shakespeare hat den Umgang mit Macht wie kein anderer zeitlos gültig auf den Punkt gebracht. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung von 90 Minuten stehen deshalb drei Szenen aus seinen Werken, die von den Schauspielern Maria Boettner und Marco Zbinden live aufgeführt werden.

Dabei zeigt sich, dass der Umgang mit Macht immer eine Angelegenheit der persönlichen Entscheidung und Verantwortung ist, selbst wenn es für einen Missbrauch von Macht nachvollziehbare psychologische Gründe geben mag. Doch Shakespeare konfrontiert uns nicht nur mit den Schattenseiten der Macht, sondern beweist, wie bereichernd sich Vorbehaltlosigkeit und Vertrauen auswirken, wenn wir uns auf dieser Basis aufeinander einlassen.
Da ein solcher Umgang mit Macht nicht selbstverständlich ist, bedarf es einer Verständigung auf ethische Übereinkünfte. Doch auf welche gemeinsamen Werte können wir uns in einer vernetzten Welt beziehen, in der ganz unterschiedliche Kulturen und Gepflogenheiten aufeinander treffen? Welche Entscheidung bietet sich an, wenn Werte mit unmittelbaren Geschäftsinteressen kollidieren?
Anhaltspunkte liefern hier nicht nur Ideen und Theorien von Dichtern und Philosophen oder Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften. Auch wenn sie noch nicht in der Mehrheit sind: Auf allen hierarchischen Ebenen wirken Führungspersönlichkeiten, die ihre Macht mit Kreativität, Eigeninitiative, Zivilcourage und Mitverantwortung verbinden. Die Veranstaltung lädt dazu ein, es ihnen gleich zu tun und ethische Grundregeln vorzuleben, anstatt auf die Wirkung von möglichst viel Kontrolle zu vertrauen.