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Dr. phil. Renate Hauser, Jahrgang 1953

 

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit existenziellen Fragen, historischen Wendepunkten und der literarischen Bearbeitung des Themas Macht. Bereits mein Studium der Philosophie, der Geschichte und Germanistik bot mir – insbesondere durch die Schwerpunkte Militärgeschichte und Katholische Theologie – Gelegenheit, mich mit machtvollen Strukturen und Wirkungen auseinander zu setzen. Promoviert wurde ich über den Außenseiter der deutschen Nachkriegsliteratur, Hans-Erich Nossack, dessen Leitmotiv – die Entdeckung neuer Perspektiven in Umbruchsituationen – mich faszinierte.

 

Meine Karriere startete ich in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Volkswirtschaft einer Großbank. Als Verfasserin von Vorstandsreden konnte ich die Herausforderungen, die sich dem Topmanagement stellten, gut nachvollziehen: Es galt, ein renommiertes Traditionsunternehmen zu einem erfolgreichen Global Player zu entwickeln – mit all den daraus resultierenden Veränderungsprozessen und oft gravierenden Folgen für die Beteiligten. Als Leiterin der Presseabteilung war es dann meine Aufgabe, die neuen Geschäftsziele und -strategien der Bank intern wie extern zu vermitteln.

 

Nach einigen Jahren wechselte ich in den Wirtschaftsjournalismus, um die Themen Führung, Ethik und Kommunikation von dieser Warte aus auszuloten. Da mich besonders interessierte, welche Qualitäten Führungspersönlichkeiten auszeichnen und wie sie mit ihrer Macht umgehen, interviewte und porträtierte ich Topmanager aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Dem Journalismus blieb ich zehn Jahre treu: unter anderem in den Chefredaktionen von Management Wissen und Capital.

 

Auf der Basis all dieser Erfahrungen unterstütze ich Führungspersönlichkeiten seit nunmehr 15 Jahren dabei, zu ihrer Macht zu finden und ihr Potenzial zugunsten verantwortlicher und sinnvoller Gestaltungen einzubringen. Besonderes Kennzeichen meiner Arbeit ist die Verbindung von Intellekt und Phantasie, die in vielfältigen kreativen Ansätzen und Interaktionen zum Ausdruck kommen kann.